|
Im Unterschied zu medizinisch-therapeutischen Berufen zielt die heilpädagogische Arbeit nicht in erster Linie auf die Beseitigung oder Minderung von Defiziten und Beeinträchtigungen, sondern mehr auf das Erkennen von Fähigkeiten und Kompetenzen. Motivation ist es, größtmögliche Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.
Im ersten Schritt ist deshalb eine umfangreiche Diagnostik nötig, die den Menschen in seinem Lebensumfeld aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und seine Lebenssituation und sein Verhalten besser verstehen will: Sie erheben Ihre Diagnose in einem flexiblen Prozess, den Sie im pädagogischen Alltag fortlaufend reflektieren und der immer wieder zu Anpassungen führt.
Im zweiten Schritt erstellen Sie individuelle Hilfspläne und Förderkonzepte, die die unterschiedlichsten Schwerpunkte enthalten können. Die Methoden des Heilpädagogen/der Heilpädagogin umfassen z. B. folgende Bereiche:
- Psychomotorik und körperorientierte Verfahren
- Sprachförderung und unterstützte Kommunikation
- Beratung und Gesprächsführung
- Psychotherapeutisch orientierte Verfahren
- Musisch-kreative Verfahren
- Spiel und Spielförderung
- Basale Stimulation
Nicht zuletzt gehört natürlich auch zu diesem Beruf, die Angehörigen der betreuten Menschen zu beraten und zu unterstützen, um Problem- und Konfliktsituationen frühzeitig erkennen und auflösen zu können.
Ein weiterer heilpädagogischer Aufgabenschwerpunkt ist die Entwicklung von Teamarbeit und die Übernahme von Leitungsaufgaben.
|