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Heilpädagoge/-in
Förderung, Erziehung, Bildung und Beratung von Menschen mit Beeinträchtigungen
Die heilpädagogische Perspektive

Heilpädagogik sieht, versteht und achtet jeden Menschen als Ganzheit in seinen sozialen, körperlichen, geistigen und seelischen Bezügen.

Heilpädagogische Begleitung unterstützt den Menschen ganzheitlich in seiner individuellen Entwicklung. Das soziale und familiäre Umfeld wird in heilpädagogische Angebote immer mit einbezogen.  

Heilpädagogische Arbeit folgt einem systemischen Ansatz. Heilpädagogen/Heilpädagoginnen arbeiten eng mit anderen Professionen des Sozial- und Gesundheitswesens zusammen. 

Ziele: Selbstbestimmung und soziale Integration

Im Unterschied zu medizinisch-therapeutischen Berufen zielt die heilpädagogische Arbeit nicht in erster Linie auf die Beseitigung oder Minderung von Defiziten und Beeinträchtigungen, sondern mehr auf das Erkennen von Fähigkeiten und Kompetenzen.

Ganz gleich welcher Art die Beeinträchtigung sein mag, heilpädagogische Förderung knüpft an vorhandene Kompetenzen an und versucht, größtmögliche Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.

Individuelle Förderung

Ausgangspunkt jeder heilpädagogischen Intervention ist eine umfassende Diagnostik, die den Menschen in seinem Lebensumfeld aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und seine Lebenssituation und sein Verhalten besser verstehen will.

Die Diagnoseerhebung ist ein flexibler und andauernder Prozess, der im pädagogischen Alltag fortlaufend reflektiert wird. Die Ergebnisse der Diagnostik münden in individuelle Hilfspläne und Förderkonzepte, die kontinuierlich aktualisiert werden und den Förderprozess dokumentieren.

Methoden

In der heilpädagogischen Begleitung und Betreuung kommen vielfältige methodische Schwerpunkte zur Anwendung z. B.

  • Psychomotorik und körperorientierte Verfahren
  • Sprachförderung und unterstützte Kommunikation
  • Beratung und Gesprächsführung
  • Psychotherapeutisch orientierte Verfahren
  • Musisch-kreative Verfahren
  • Spiel und Spielförderung
  • Basale Stimulation
    u.a.
Aufgaben: Beratung und Teamarbeit
Zu den Aufgaben von Heilpädagoginnen/Heilpädagogen gehört es, die Betreuten selbst, aber auch die Angehörigen oder andere Beteiligte zu beraten und zu unterstützen, zum Beispiel in Problem- und Konfliktsituationen. Ein weiterer heilpädagogischer Aufgabenschwerpunkt ist die Entwicklung von Teamarbeit und die Übernahme von Leitungsaufgaben.
Arbeitgeber: von Kliniken bis zu Beratungsstellen

Staatlich anerkannte Heilpädagoginnen/Heilpädagogen sind als Fachkräfte in stationären oder ambulanten Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie in integrativen Einrichtungen tätig. Sie arbeiten im Bereich der Frühpädagogik, Kinder- und Jugendhilfe, Erwachsenenbildung und Altenhilfe.

Arbeitsorte sind z. B. Frühförderstellen, Kindertagesstätten, Wohnheime, Wohngemeinschaften, ambulant betreutes Wohnen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, heilpädagogische Praxen, Rehabilitationseinrichtungen, psychiatrische Krankenhäuser, Beratungsstellen u.a.
Arbeitsmöglichkeiten bieten sich auch in selbstständiger Tätigkeit.

Ausbildung beim IWK
Sie haben Interesse an diesem Beruf? Dann machen Sie sich schlau! Hier finden Sie Informationen zu den entsprechenden Ausbildungen des IWK:

» Heilpädagoge/in
» Heilpädagoge/in (berufsbegleitend) Sachsen-Anhalt
» Heilpädagoge/in (Teilzeit) NRW

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